Priština
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Priština ist die Haupt- und gleichzeitig die größte Stadt der Autonomen Provinz Kosovo und Metochien und ihr ökonomisches, kulturelles und universitäres Zentrum. Sie liegt am nordöstlichen Rand des Kosovobeckens, im Schatten des Grmija-Berglands. Die Stadt liegt 365 km von Belgrad und 136 km von Niš entfernt an der Kreuzung wichtiger Verbindungsrouten zwischen Serbien, Mazedonien, Montenegro und Albanien. Durch Priština fließt die Veluša, die dort mit der Prištevka und schließlich mit der Sitnica zusammenfließt. Die Stadt verfügt mit Slatina über einen internationalen Flughafen.

Aktuelle Schätzungen beziffern die Bevölkerung Prištinas momentan auf über 500.000. Die Bevölkerungsmehrheit stellen dabei Albaner, während Türken, Serben, Bosniaken und Roma den Rest ausmachen. Ungefähr 40.000 Serben verließen nach dem NATO-Bombardement auf Jugoslawien im Jahre 1999 die Stadt. In der Nähe Prištinas liegen außerdem die beiden Provinzstädte Obilić und Kosovo Polje.

Auch die Überreste einer neolithischen Siedlung liegen in der Nähe Prištinas. In der klassischen Antike befand sich unweit der heutigen Stadt die römische Siedlung Vicianum und auch nahe der Stadt Gračanica finden sich römische Hinterlassenschaften, nämlich die der im zweiten Jahrhundert während der Herrschaft Kaiser Trajans gegründeten römischen Stadt Ulpiana.

Priština erlebte im 14. und 15. Jahrhundert eine Renaissance als sich die Stadt zu einem entlang der Straße zwischen Dubrovnik und Konstantinopel gelegenen Bergbau- und Handelszentrum entwickelte. Für einige Zeit war es auch Herrschaftssitz, während unter türkischer Herrschaft seine wirtschaftliche Bedeutung dann zu schwinden begann bis es 1875 schließlich das Zentrum des ottomanischen Sandžak wurde. 1912 wurde die Stadt von der türkischen Herrschaft befreit. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bewahrte sich Priština sein orientalisches Erscheinungsbild mit kleine, schmalen Lehmhäusern. Nach dem Krieg wurde sie rasch wieder aufgebaut und erhielt das Gesicht einer modernen Stadt. Ihre touristische Attraktivität ergibt sich aus dem Kontrast zwischen alter und neuer Architektur und der großen Zahl kultureller Sehenswürdigkeiten wie auch historischer Stätten. Die bedeutendsten kulturellen und historischen Attraktionen der türkischen Zeit sind für das 15. Jahrhundert die kaiserliche Moschee (Carska Džamija), die steinerne Moschee (Taš-Džamija), der Uhrenturm (Sahat-Kula) und das Emincik-Haus (Kuća Emindžika), das ein typisches Beispiel für eine orientalische Residenz der Oberschicht des 19. Jahrhunderts darstellt.

Das von König Milutin gestiftete Kloster Gračanica wurde 1321 erbaut und ist eines der schönsten mittelalterlichen Klöster Serbiens. Das Gazimestan-Denkmal in der Nähe von Priština befindet sich an der Stelle, wo die Schlacht von Kosovo stattfand, in welcher die Türken 1389 die Armee des serbischen Prinzen Lazar besiegten und den Weg zur Eroberung Europas ebneten.

Der Gračaničko Jezero-See, aus welchem sich die Wasserversorgung der Stadt über das Badovac-System speist, liegt 15 km südlich von Priština in Richtung Gnjilane. Das Umland Prištinas bietet hervorragende Bedingungen für Jagd- und Angeltourismus. So ist etwa das Jagdrevier Lipovica – 35 km südwestlich der Stadt gelegen – reich an Rotwild, Dammwild, Wildschweinen, Mufflon und Hasen. 25 km südostwärts liegt der Badovac-See, in welchem unter anderem Hechte und Forellen in großer Zahl vorkommen. Der See ist von Wald umgeben und die umliegenden Berge von Koznica und Golja sind reich an großem und kleinem Jagdwild (Dammwild, Rotwild, Hasen, Fasane, Rebhühner und Wildenten). Die nahe gelegenen Flüsse Sitnica, Lab und Drenica zeichnen sich ebenfalls durch ihren großen Fischreichtum (Wels, Karpfen und Hecht) aus. Das Bergland von Grmija liegt 6 km östlich von Priština und erreicht zwischen 700 und 1.100 m über dem Meeresspiegel. Hier erholen sich die Einwohner der nahe gelegenen Stadt gerne etwa bei einem Picknick.

Priština liegt im Gebiet der Autonomen Provinz Kosovo und Metochien, die zur Zeit von UNMIK (UN Übergangsverwaltungsmission in Kosovo) verwaltet wird.

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