Belgrad
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Belgrad ist die Hauptstadt Serbiens mit etwa 1,7 Einwohnern. Es ist eine der ältesten Städte in Europa und seit langem ein wichtiger Verkehrs- und Knotenpunkt zwischen Ost- und Westeuropa. Belgrad liegt an zwei internationalen Flüssen, an der Mündung der Save in die Donau und ist von 3 Seiten mit Wasser umgeben. Wegen dieser Lage wurde es mit Recht als «das Tor zum Balkan» und «das Tor zu Mitteleuropa» genannt.

Die ältesten archäologischen Funde auf dem Gebiet der heutigen Stadt gehen auf das 5. Jahrtausend v. Chr. Am Donauufer befindet sich die prähistorische Stätte Vinča, mit den Resten der materiellen Kultur eines prähistorischen Volkes (neolithische Plastik). Die Mitglieder eines keltischen Stammes gründeten Singidunum im 3. Jahrhundert v. Chr. Diese Stadt wird auch in antiken Quellen erwähnt. Später wurde dieses Gebiet vom Römischen Reich erobert und nach der Teilung des Römischen Reiches im Jahr 395 dem Byzantinischen Reich zugeschlagen.

Im 6. Jahrhundert überquerten die Slawen immer öfters die Donau, so dass sie auf der steinigen Höhe über der Save-Mündung eigene Siedlung gründen – die Weiße Stadt. Vom 16. Bis zum 19. Jahrhundert trägt die Stadt verschiedene Namen in verschiedenen Sprachen: Alba Graeca, Alba Bulgarica, Bello grado, Nandor Alba, Griechisch Weissenburg und Castelbianco aber alle Namen sind Übersetzungen der slawischen Bezeichnung Beograd (Weiße Stadt). Die Bezeichnung Belgrad wird zum ersten Mal offiziell im Jahre 878 erwähnt. Im Laufe seiner langen und turbulenten Geschichte war Belgrad von 40 verschiedenen Armeen besetzt und wurde 38-mal wiederaufgebaut.

Im Jahre 1403 bekam Despot Stefan Lazarević dank seiner geschickten Diplomatie Belgrad von Ungarn zurück, so dass diese Stadt zum ersten Mal zur Hauptstadt des serbischen Staates wurde. Später wurde sie nochmal von Türken und Österreichern beherrscht. Von 1841 wird Belgrad die Hauptstadt des Fürstentums Serbien. Anfang des 20. Jahrhunderts wird Belgrad durch die Balkankriege und durch die zwei Weltkriege wieder zerstört und neu aufgebaut. Seit 1918 ist die Belgrad die Hauptstadt des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, sein 1929 des Königreichs Jugoslawien und seit 1945 der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien. Seit 2006 ist Belgrad die Hauptstadt des nun unabhängigen Serbiens.

Die durchschnittliche Meereshöhe Belgrads beträgt 117 m und ist umgeben von den Bergen Kosmaj (628m) und Avala (511m). Die Länge der Flussufer beträgt 200km. Auf dieser Strecke befinden sich 16 Flussinseln, von den Ada Ciganlija und Veliko ratno ostrvo die größten sind. Der engere, urbane Teil Belgrads hat eine Fläche von 36 km2 und die gesamte städtische Fläche beträgt etwa 322 km2. Der Umfang Belgrads umfasst 419 km.

Belgrad ist administrativ in 17 Gemeinden untergliedert, wovon 10 zentrale Gemeinden: (Čukarica, Novi Beograd, Palilula, Rakovica, Savski venac, Stari grad, Voždovac, Vračar, Zemun und Zvezdara) und 7 vorstädtische Gemeinden sind (Barajevo, Grocka, Lazarevac, Obrenovac, Mladenovac, Sopot und Surčin). Geographisch betrachtet besteht Belgrad aus drei Einheiten: der Altstadt am rechten Ufer der Save und der Donau, Neu Belgrad, am linken Ufer der Save und Zemun am rechten Donauufer neben Neu Belgrad. Das Gebiet am linken Donauufer soll sich im Laufe des 21. Jahrhunderts zum “Dritten Belgrad” entwickeln.

Das Klima in Belgrad ist mäßig kontinental mit einer Durchschnittstemperatur von 11,70C. Für Belgrad ist ein starker südöstlicher bis östlicher Wind – Košava genannt – charakteristisch, der wolkenloses und trockenes Wetter mit sich bringt und üblicherweise im Herbst und Winter für 2 bis 3 Tage weht.

Belgrad ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: die Kreuzung europäischer Straßen E70 und E75, die paneuropäischen Korridore 7 und 10, Bahnverbindungen, der internationale Flughafen „Nikola Tesla“ und zwei internationale, schiffbare Flüsse. Es umfasst 3,6 % des serbischen Territoriums, wobei hier aber 15,8% der Gesamtbevölkerung leben und 31,2% aller Beschäftigten arbeiten. In Belgrad sind wichtige Handels-, Finanz-, Landwirtschafts- und Wirtschaftszentren untergebracht, vor allem die Metall- und Elektroindustrie. Hier werden 30% des gesamten BIP erwirtschaftet.

Belgrad ist auch die Hauptstadt der serbischen Kultur, Bildung und Wissenschaft. Hier findet man die meisten nationalen Institutionen aus dem Bereich der Wissenschaft und Kunst: Die Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste, 1886 als Serbische Königliche Akademie gegründet; die Nationalbibliothek Serbiens, 1832 gegründet, das Nationale Museum, 1841 gegründet, und das Nationaltheater von 1869. Hier ist außerdem der Sitz der Belgrader Universität, im Jahre 1808 als Hohe Schule gegründet, und der Universität für Kunst.

Die Belgrader Festung ist das älteste kulturhistorische Denkmal in Belgrad. Für touristische Besuche sind aber auch das Künstlerviertel Skadarlija in der Stadtmitte, der Hof der Fürstin Ljubica, das Kapitän-Misa-Gebäude, das Alte und das Neue Schloss, das Gebäude des Nationalparlaments, die Kirche des Heiligen Sava usw. zu empfehlen.

Zahlreiche lokale und internationale Theater-, Film- und Musikveranstaltungen (FEST, BITEF, BEMUS, BELEF, Oktobersalon, Festival des Dokumentar- und Kurzfilms…) machen Belgrad zu einem wichtigen Kulturzentrum.

In Belgrad finden auch viele heimische und internationale Kongressen und Messen statt. Das Kongresszentrum „Sava centar“ ist dank seines universellen Verwendungszwecks einer der attraktivsten Kongress-Komplexe in diesem Teil Europas. Auf der Belgrader Messe finden jährlich über 40 internationale Veranstaltungen statt.

Auf Belgrader Stadien und Sportgeländen finden zahlreiche internationale und europäische Sportwettbewerbe statt. Die “Belgrader Arena” ist eine universalle Halle für Sport-, Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen, die über 20.000 Sitzplätze verfügt. Auf Ada Ciganlija gibt es offene Gelände für viele Sportarten, vor allem für Wasser- und Extremsport. In Belgrad findet jedes Jahr der “Belgrader Marathon” statt.

Die einst eigenständige Stadt Zemun ist heute eine Gemeinde der Stadt Belgrad. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde Zemun vom keltischen Stamm der Skordisker angesiedelt, der die Siedlung Taurunum nannte. Der höchste Punkt Zemuns ist der Berg Gardoš, von dem aus ganz Zemun, die Donau und die Stadtmitte Belgrads bewundert werden kann. Hier ist auch der 36m hohe Millenniumturm, bekannt auch als Turm von Sibinjanin Janko, der im Jahr 1896 von der ungarischen Regierung gebaut wurde. Der Stadtteil um Gardoš herum ist für seine engen Straßen mit Kopfsteinpflaster und die spezifische Architektur bekannt. Am Fuß des Bergs, am Zemuner Quai und am Donauufer befinden sich viele Restaurants mit Live-Musik, viele Cafés und Clubs. Das ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, aber auch Versammlungsplatz der lokalen Fischer und Künstler neben den Anlegestellen und Galerien.

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