Kopaonik

Kopaonik, das größte Gebirge in Serbien, erstreckt sich vom Nordwesten nach Südosten 80 km lang und ca. 40 km breit. Der höchste Teil des Kopaonik ist die weite Hochebene Ravni Kopaonik, an der die Gipfel Suvo Rudište und Pančićev Vrh (höchster Gipfel mit 2017 m) hochsteigen.

Kopaonik hat ein subalpines Klima und wird mit fast 200 Sonnentagen im Jahr zu Recht als „der Berg der Sonne“ bezeichnet. Kalte und schwere Luft führt durch die umliegenden Täler, so dass im Winter die Temperaturen nicht zu niedrig sind (die Durchschnittstemperatur auf Ravni Kopaonik beträgt 3,7 ° C). Es schneit ab Ende November bis Mai, so dass Kopaonik im Durchschnitt 159 Tage pro Jahr mit Schnee bedeckt ist.

Der Name Kopaonik stammt vom serbischen Wort kopati, was „graben“ bedeutet und auf reichen Erzfunde zurückzuführen ist, die hier seit Jahrhunderten abgebaut werden. Vulkanische Aktivität und die Durchbrüche heißer Mineralquellen verursachten Veränderungen in den umgebenden Gesteinen, wodurch die reiche Bergbauregion Kopaonik entstand, aus der Eisen, Blei und Zink gewonnen wurden.

Dank dem wertvollen Ökosystem wurde Kopaonik 1981 zum Nationalpark erklärt. Der Nationalpark Kopaonik umfasst eine Fläche von 11.810 Hektar und in Bezug auf die Anzahl endemischer Arten, stellt er eines der wichtigsten Zentren der Biodiversität für die endemische Flora Serbiens dar. Zu den wichtigen endemischen und seltenen Pflanzenarten in Kopaonik zählen Hauswurz (Sempervivum kopaonikensis), de Veilchen (Viola kopaonikensis), Pančićev Schaumkraut (Cardamine pancicii), serbischer Flachs, Pančićev Schwingel und Edelweiß. Die reiche Tierartenvielfalt verdient besondere Beachtung. Hier sind die Steinadler, Wanderfalke, Waldkauz, Gebirgslerche, Fichtenkreuzschnabel, Uhu, Siebenschläfer, Wildkatzen, Hirsche u. a. hervorzuheben.

Kopaonik ist besonders schön für seine unverwechselbare Landschaft, die sich durch dichte Nadelwäldern (Fichte und Tanne) in höheren Lagen und gemischte Buchen- und Eichenwälder auf den Hängen, Weiden und Wiesen und bekannte Gebirgsgipfeln auszeichnet, von denen der Blick bis auf die Gebirge Šar, Komovi und Stara Planina.

Kopaonik eignet sich das ganze Jahr über für aktive Erholung und ist das größte und bekannteste serbische Skizentrum. Das Gebiet um Ravni Kopaonik beherbergt ein großes touristisches Zentrum mit einem breiten Angebot an Unterkünften und einem Netz von Skipisten und anderen Einrichtungen. Ein weiteres touristisches Zentrum liegt in der Nähe des Dorfes Brzeća am östlichen Hang des Kopaonik.

Die erst klassigen Skipisten liegen zwischen 1650 m und 2017 m Höhe. Dieser Urlaubsort verfügt über ein Netz von 24 Liften und 2 Kinder-Aufzügen und ist für alle Arten von Skifahrern geeignet. Das Ski-Lift-System deckt die insgesamt 55km langen Skipisten ab. Das System kann 32.000 Skifahrer pro Stunde aufnehmen. Den Gästen stehen zudem eine 12km lange Piste für Nordic-Ski zur Verfügung und in Crvene Bare gibt es 3, 5 und 10 km langen, markierten Pisten. Skiverleih- und Instandhaltungsstätten sind ebenfalls verfügbar sowie eine Motorschlitten-Vermietung.

Hier werden Wanderungen (zur Quelle von Metođa und zum See von Semeteš) und Ausflüge mit dem Mountainbike organisiert, lernen kann man auch Basketball, Tennis, Reiten und Englisch. Es stehen vielfältige Angebote an Kinderprogrammen sowie Schlankheits- und Fitnessprogrammen zur Verfügung. Zahlreiche Sportplätze sind für das Training von professionellen Sportmannschaften geeignet. Die zerklüftete Landschaft des Kopaonik ist ideal für Paragliding.

Am Fuße des Kopaonik befinden sich die Heilbäder Jošanica, Lukovo und Kuršumlija, etwas weiter entfernt sind auch die Thermal-Bäder Vrnjačka, Mataruška und Sijarinska. Kopaonik verfügt auch über Mineralquellen: die leicht radioaktive Quelle Krcmar 1700 m Höhe sowie „ Marine Vode“ (1950 m).

Die historische Bedeutung der Region Kopaonik als Sitz des mittelalterlichen serbischen Staates ist an den Resten von befestigten Städten (Zvečan, Koznik und Maglić) auf dem Gipfel des Zentralmassivs und den Bergbaugebieten (Stari Trg und Novo Brdo) zu erkennen, sowie an den Kirchen und Klöstern (Gradac, Pavlica, Studenica, Žiča und Sopočani), die die Stiftungen serbischer Herrscher sind und sich am Fuße des Kopaonik befinden.