Avala
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Avala ist der nördlichste Gipfel des Šumadija Gebirgskamms, der sich von der Save und Donau bis zum Rudnikgebirge erstreckt. Diese kleine, alleinstehende Erhöhung – der Gipfel liegt nur 511 Meter über dem Meeresspiegel – befindet sich 17 km vom Zentrum Belgrads entfernt an der Straße nach Kragujevac. Sein Name, Avala, leitet sich vom arbischen Wort havala ab und bedeutet ‘Aussichtspunkt’. So bezeichneten die Türken die auf dem Avala gelegene Festung Žrnov. Und auch das Mineral Avalit, das man hier einst abbaute, wurde nach diesem Berg benannt.

Avala wurde unter Schutz gestellt, um die Charakteristika der Landschaft, die Vielfalt geologischer Formen, die abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt bzw. ihrer Lebensräume, die Qualität des Wassers, des Bodens und der Wälder zu bewahren und um traditionelle und historische Werte nutzbar zu machen sowie die Bedingungen für die Entwicklung von nachhaltigem Freitzeittourismus und kontrollierter Landwirtschaft und Landnutzung zu gewährleisten.

Die Landschaft von Avala ist von Wiesen und Wäldern geprägt und wird von 597 Pflanzenarten, 21 Flechten-, 8 Amphipien- und Reptil- sowie 67 Vogel- und 16 Säugetierarten bewohnt. Die hiesige Pflanzenwelt besteht vor allem aus Zerreichen und kleineren Buchenwäldern. Außerdem gibt es Bestände an Schwarz- und Waldkiefern, Akazien, verschiedener Eichen, Silberlinden, Manna-Eschen, Ulmen und Hainbuchen. Besonders die südlichen Hänge gegenüber den Eichenwäldern bestehen aus Wiesen.

Die Tierwelt von Avala ist typisch für den submediterranen Raum und den Balkan mit laubabwerfenden Wäldern. Es gibt 67 registrierte Vogelarten, von denen 21 zu den seltenen in Serbien gehören. Zu den bedeutendsten zählen Habicht, Sperber, Hohltaube, Kuckuck, Blauracke, Steinkauz und Pirol. Unter den hiesigen Säugetieren sind Wildschweine, die Rötelmaus, Dachs und Maulwurf, die Haselmaus, Eichhörnchen und Füchse.

Avala war zu allen Zeit ein attraktives Siedlungsgebiet. Es wird angenommen, dass es bereits in römischer Zeit eine Militärfestung auf dem Gipfel von Avala gab. In der Šuplja Stena Ferienanlage finden sich die Überreste antiker Quecksilber- und Silberminen. Im Mittelalter gründete sich hier die serbische Stadt Žrnov, von welcher aus der Zugang nach Belgrad kontrolliert wurde. Ihre Überreste wurden 1934 entfernt und stattdessen 1938 ein Mausuleum errichtet – das Denkmal für den unbekannten Helden, eine Arbeit des Bildhauers Ivan Meštrović. Auch am nordöstlichen Hang von Avala wurde in Gedenken an den serbischen Freiheitskämpfer aus Beli Potok, Vasa Čarapić, ein Monument errichtet. Auf Avala befindet sich zudem die erste Berghütte Serbiens, Mitrovićev Dom, die heute als Kulturdenkmal unter Schutz steht. Auch das Hotel Avala derselben Epoche gilt heute als Kulturerbestätte.

Wegen der Nähe zur Hauptstadt und der Schönheit des Naturraums gehört Avala nicht nur für Belgrader, sondern auch für Touristen zu den beliebtesten Ausflugszielen. Viele Jahre stand hier ein 195 Meter hoher Fernsehturm mit einer Aussichtsplattform, der 1965 errichtet aber während des NATO-Bombardements 1999 zerstört wurde. Nach dem Wiederaufbau konnte im Jahr 2010 der nun 205 Meter hohe Turm, der über ein Restaurant in 120 Metern Höhe verfügt, wieder in Betrieb genommen werden.

INFORMATIONEN

JP “Srbijašume”

Šumsko gazdinstvo “Beograd”

Šumska uprava “Avala”

Avalska 79, 11223 Beli Potok

tel: +381 (0)11 3906-626

www.srbijasume.rs

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