Die Synagoge von Subotica

Die Synagoge in Subotica wurde 1902 nach den Plänen der aus Budapest stammenden Architekten Marcell Komor und Dezsö Jakab, Mitarbeiter des Architekten Ödön Lechner, Vorreiter der ungarischen Sezessionsbewegung, errichtet. Mit ihrer breiten und modernen Architektur sowie ihrer perfekten Harmonie zwischen Baustruktur und Dekor, gilt sie als eine der schönsten Synagogen in diesem Teil Europas.

Die harmonische und monumentale Wirkung der Bauart mit der Kuppel über dem Mittelteil der Synagoge, wird von bautechnischen Innovationen, wie der die Kuppel tragenden Eisenstruktur aus acht Eisensäulen, noch verstärkt. Drei Eingangsportal führen in eine Vorhalle (narthax), über welcher sich die Frauensektion befindet, während die vier Treppen zur Galerie empor steigen.

Trotz der Mischung aus dem Einfluss Lechners mit sogenannter Volkskunst und osteuropäischen Motiven, zeigt die Synagoge ein maßvolles Dekor. Die ebenen Wände sind nur um die Portale, Fenster und Bögen herum mit floraler und tierähnlicher Ornamentik versehen, während im Inneren die Baustrukturen die Optik bestimmen. Das Gebäude besteht aus Ziegeln und ist mit Zsolnaj-Keramik farbig gestaltet.

INFORMATIONEN

Serbisch Vereinigung Jüdischer Gemeinden
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