Die Kirche Mariä Geburt (Ružica-Kirche) in Belgrad
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Die Ružica-Kirche liegt im unteren östlichen Abschnitt der Festung von Belgrad, in einem Gebäude, das im 18. Jahrhundert ursprünglich als Schießpulverlager diente. Als die Festung zwischen 1867 und 1869 in serbische Hände fiel, wurde es in eine Armeekirche namens Ružica (Rosenkriche) umgewandelt. Zuvor bereits, während der Herrschaft des Despoten Stefan Lazarević, befand sich hier eine ältere Kirche gleichen Namens, die jedoch zerstört wurde als die Türken Belgrad im Jahre 1521 besetzten.

Die Rosenkirche ist eine Steinkirche, die sich mit ihrem Kirchturm an die Festung lehnt. Seit 1924 wird der Seiteneingang der Kirche, der gleichzeitig der Haupteingang ist, von der „bronzenen Wache“ behütet – auf der rechten Seite ein mittelalterlicher Ritter Kaiser Dušans, zur Linken ein serbischer Infanterist des Ersten Weltkriegs.

1925 wurde die Kirche nach schweren Beschädigungen im Ersten Weltkrieg mit den Spendengeldern von Belgrader Frauen, deren Familien im Freiheitskampf teilgenommen hatten, wieder aufgebaut. Die geschnitzte Ikonenwand wurde von Kosta Todorović geschaffen, die Ikonen von dem Priestermönch Rafailo Momčilović gemalt.

Die gesamte westliche Wand des Kirchenschiffs zeigt eine Darstellung der Bergpredigt Christi mit seinen sitzenden Zuhörern, unter denen sich auch der Armeegeistliche Petar Trbojević, König Aleksandar I und Königin Marija Karađorđević sowie König Petar I und der russische König  Nikolay II Romanov befinden. Das Fresko wurde von dem berühmten Künstler der russischen Akademie, Andrei Bicenko, gemalt.

Das Innere besticht durch drei Kronleuchter (polyelei), die aus benutzten Patronen, Kannonenmunition, Offiziersschwertern und den Pistolen der Soldaten der Mazedonischen (Thessaloniki) Front gefertigt wurden. Deshalb ist die Kirche wohl in den Atlas Obscura aufgenommen worden, der die ungewöhnlichsten Orte der Welt aufführt.

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