Die Frauenkirche von Ljeviš
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Das bekannteste mittelalterliche Gebäude in Prizren ist sicherlich die Frauenkirche von Ljeviš, die König Milutin in den Jahren 1306/07 auf den Überresten einer Kirche des 13. Jahrhunderts errichten ließ. Aus der einst dreischiffigen Kirche entstand ein Komplex mit fünf Kirchenschiffen, fünf Kuppeln, einer innen sowie einer außen liegenden Vorhalle und einem Kirchturm mit zwei Kapellen.

Eigentlich hatte der Baumeister Nikola ursprünglich einen dreischiffigen Basilikagrundriss mit einem Kuppelkirchenkonzept für den oberen Teil des Gebäudes entworfen. Unter türkischer Herrschaft wurde die Kirche in eine Moschee umgewandelt und die Fresken entstellt oder übermalt.

Zwei Freskenschichten enthalten die künstlerische Hinterlassenschaft dieser Kirche. Die erste stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und besteht aus drei Fresken (Die Hochzeit zu Kana, Die Heilung des Blinden und Die Mutter Gottes mit Christus dem Ernährer). Die zweite Schicht entstand zwischen 1307 und 1313 und stammt aus der Hand einer Gruppe talentierter Künstler, deren Kopf ein gewisser Astrap war. Besonders interessant und überlebensgroß sind das Porträts des Stifters sowie die Prozession der Nemanjić-Vorfahren von König Milutin. Die hauptsächlichen Innovationen dieser Fresken sind die Aufnahme neuer Themen des Passions- und des Wunder-Zyklus, die Größe der Figuren, die in den Szenen dargestellt sind sowie die symbolisch-allegorische Bildsprache und die Verwendung von Metaphern und Personifizierungen, die auf den Einfluss des neuen byzantinischen Kunststils hindeuten.

2006 wurden die Klöster Pećka Patrijaršija und Gračanica sowie die Frauenkirche von Ljeviš in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Sie werden hier zusammen mit Kloster Dečani, welches bereits zuvor auf der Liste stand, unter dem Eintrag „mittelalterliche Denkmäler in Kosovo (Serbien)“ geführt. 2006 wurde Pećka Patrijaršija aufgrund der instabilen Sicherheitslage in der Autonomen Provinz Kosovo und Metochien, welche derzeit von UNMIK (Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen in Kosovo) verwaltet wird, auch in die Liste des bedrohten UNESCO Welterbes aufgenommen. Das Kloster kann nur in Begleitung von Mitgliedern der KFOR-Truppe besichtigt werden.

INFORMATIONEN

www.kosovo.net

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