Das Kloster Prohor Pčinjski

Das Kloster liegt auf den bewaldeten Hängen des Kozjak-Gebirges, am linken Flussufer des Pčinje, in der Nähe des Flusses Klenike und 30 km südlich von Vranje. Der Überlieferung nach wurde es im 11. Jahrhundert vom byzantinischen Kaiser Romanos IV Diogenes als Zeichen des Dankes an den Heiligen Prohor erbaut, welcher prophezeit hatte, dass Romanos Kaiser werden würde.

Die ursprünglich Kirche, oberhalb des Grabes dieses bekannten Heiligen und Missionars, musste mehrere male erneuert werden. Eine der umfassendsten Renovierungen wurde unter König Milutin durchgeführt, der die thessalonichen Künstler Mihail und Eutychus mit der Malerei für die neue Kirche beauftragte. Nach der Schlacht von Kosovo wurde das Kloster von den Türken zerstört und 1489 durch Marin von Kretavo wiederhergestellt. Die damals entstandenen Fresken zählen zu den wichtigsten Kunstschöpfungen ihrer Zeit. Im 16. Jahrhundert verfügte das Kloster über ein Maleratelier, und die hier lebenden Künstler schufen wertvolle Fresken in der Kapelle an der Südseite der Kirche.

Die imposante, mehrkuppelige Kirche, die heute zu sehen ist, wurde 1898 erbaut und beinhaltet   noch die älteren Bauteile. In der Apsis befinden sich das Grab des Heiligen Prohor Pčinjski sowie das Gebeinhaus des Klosters.

Die beiden Wohnhäuser (konak) dominieren den beeindruckenden Klosterkomplex; das große, sogenannte Vranjanski Konak, ist eines der schönsten seiner Art in ganz Serbien. Es wurde zwischen 1845 und 1862 erbaut und war eine Stiftung eines Kaufmanns namens Hadži-Mihailo Pogačarević, der aus Vranje stammte.