Das Kloster Mileševa

Das Kloster Mileševa liegt mit seiner Auferstehungskirche im Flusstal der Mileševa, etwa 5 km östlich von Prijepolje. Es wurde in den 1230er Jahren von King Vladislav Nemanjić erbaut, dem Enkel von Nemanja und Sohn von Stefan Prvovenčani.

Mileševa ist eines der wichtigsten spirituellen und künstlerischen Zentren der Serben. Das Kloster erlangte weite Berühmtheit als 1236 die Relikte des Heiligen Sawa von Trnowo hierher überführt wurden. 1595 brachten die Türken seine Knochen nach Belgrad und verbrannten sie in Vračar. Im 16. Jahrhundert wurde im Kloster eine Presse zur Herstellung liturgischer Bücher betrieben.

Die Auferstehungskirche entstammt, mit ihrem einschiffigen Grundriss, dem dreiseitigen Altarplatz und einer Kuppel über der Schnittstelle von Haupt- und Chorschiff sowie ihrer Vorhalle, der Raška-Schule. Die außen liegende Vorhalle und die beiden sie flankierenden Kapellen des Heiligen Georg und des Heiligen Dimitrije wurden um 1236 erbaut.

Bis ins Jahr 1228 zeigten der Gemeinderaum (Naos) und die Vorhalle (Narthex) ausnehmend schöne Fresken. Das Fresko Der Weiße Engel am Grab Christi ist ein Meisterwerk der serbischen und europäischen Kunst des 13. Jahrhunderts.