Das Kloster des Patriarchats von Peć

Das Kloster des Patriarchats von Peć liegt direkt am Eingang der Schlucht Rugovska Klisura, nicht weit von Peć entfernt. Das Kloster umfasst vier nacheinander und aneinander gebaute Kirchen, die nun ein Ganzes bilden. Die älteste ist die Apostelkirche, die im 13. Jahrhundert von ihrem Stifter Archbischof Arsenije I. errichtet wurde.

Zu Beginn des 14, Jahrhunderts wurden im Abstand von etwa einem Jahrzehnt an beiden Seiten  neue Kirchen errichtet – an der Nordseite die Kirche des Heiligen Dimitrije, an der Südseite die Muttergotteskirche, und an diese anschließend die kleine Kirche des Heiligen Nikolaus. An die Westseite wurde eine Vorhalle (Narthex) hinzugefügt.

Die Wände des Klosters stellen geradezu eine historische Stilkunde mittelalterlicher Wandmalerei dar. Die ältesten Fresken sind unterhalb der Kuppel in der Apostelkirche (13. Jahrhundert) zu sehen. Die Fresken in der Vorhalle wurden in verschiedenen Abschnitten zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert geschaffen. Gleich am Eingang befindet sich der Familienstammbaum der Nemanjić-Dynastie.

Die Kirche des Heiligen Dimitrije beherbergt die Klosterschätze, darunter zahlreicher Ikonen, Handschriften und Silberarbeiten. Die Ikonen entstammen der ikonografischen Werkstatt, die  besonders in der zweiten Hälfte des 16. Jahunderts aktiv war. Im Kircheninneren enthalten marmorne Sarkophage die Relikte (Knochen) der Archbischöfe und Patriarchen von Peć. Wegen ihrer Verzierungen, stellen auch die Sarkophage selbst wertvolle Kunstwerke dar.

Das Kloster des Patriarchats von Peć fand unter dem Eintrag mittelalterliche Klöster in Kosovo (Serbien) Eingang in die Liste des UNESCO Welterbes. Seit 2006 befinden sich die Klöster ebenfalls auf der UNESCO-Liste des bedrohten Welterbes, was auf die instabile Sicherheitssituation in der Autonomen Provinz Kosovo und Metochien zurück zu führen ist. Das Gebiet wird zur Zeit von UNMIK (Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen in Kosovo) verwaltet. Die Klöster können nur in Begleitung von Mitgliedern der KFOR-Truppe besichtigt werden.

INFORMATIONEN

www.kosovo.net