Die Festung von Petrovaradin

Die Festung von Petrovaradin wurde bei Novi Sad am rechten Ufer der Donau errichtet. An gleicher Stelle befand sich zuvor das römische Fort Cusum und die mittelalterliche Festung  Petrikon, deren Überreste 1690 abgetragen wurden, denn zwischen 1692 und 1780 entstand auf der Anhöhe über der Donau schließlich die Festung von Petrovaradin. Sie wurde nach dem Vorbild der französischen Festungen des Baumeisters Sébastien Le Prestre de Vaubans und den Entwürfen der österreichischen Militäringenieure Marsigli, Keysersfeld und Wamberg erbaut.

Die Festung besteht aus einem oberen und einem unteren Teil. Die obere Anlage beinhaltet ein Netzwerk an unterirdisch verlaufenden Gängen und Stollen, die insgesamt 16 km Länge bemessen. Im unteren Teil, der Wasserstadt, befanden sich die Unterkünfte der Offiziere, der Stadtverwaltung, das Krankenhaus, das alte Waffenlager, Barracken und weitere öffentliche Gebäude. Unterhalb der Festung liegt die katholische Gemeindekirche des Heiligen Georg, während sich die orthodoxe Kirche innerhalb der Stadt befindet. Die frühere Schleuse wurde durch das heutige Belgrader Tor ersetzt.

Archäologische Grabungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind auf Schichten kultureller Existenz von der mittleren Steinzeit bis zur österreichischen Epoche gestoßen. Von besonderer Bedeutung sind die Überreste eines Zisterzienserklosters aus dem Jahre 1243. Es war der heiligen Jungfrau Maria gewidmet und wurde unter dem Gebäude des ehemaligen Waffenlagers entdeckt, das heute das Stadtmuseum von Novi Sad beherbergt.

Die Festung von Petrovaradin ist heute vor allem für das EXIT Musik-Festival bekannt, das hier alljährlich im Juli stattfindet. Viele weiter kulturelle Events werden ebenfalls in der Festung veranstaltet.

INFORMATIONEN

Stadtmuseum Novi Sad
www.museumns.rs
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