Archäologische Stätten

Das Gebiet des heutigen Serbien ist reich an Spuren der Vergangenheit und antiker Zivilisationen. Neben archäologischen Stätten, die menschliche Existenz bis in prähistorische Zeiten belegen, gibt es zahlreiche Tierfunde – Mammut, Bison und Riesenhirsch – aus der Zeit des späten Pleistozäns. Archäologische Belege der menschlichen Besiedlung Serbiens datieren zurück bis in die Altsteinzeit um 40.000 v. Chr. Die ältesten bekannten europäischen Zivilisationen stammen aus der Mittelsteinzeit und der späten Jungsteinzeit – Lepenski Vir (6500-5500 v. Chr.) und Vinča (5500-3500 v. Chr.).

Klassisches Kulturerbe ist auf dem Gebiet Serbiens stellen vor allem die Überreste des Römischen Reiches dar. Aus dem heutigen Serbien entstammen 17, und damit ein Fünftel aller römischen Kaiser. Zu ihnen zählt etwa Kaiser Konstantin, eine der bedeutendsten Figuren für die Etablierung der christlichen Zivilisation.

Der serbische Teil der Donau und ihre Ufer waren bereits in der Vorgeschichte Schauplatz zahlreicher kultureller Entwicklungen und historischer Ereignisse. Archäologische Funde des Landes variieren in zeitlichem Ursprung und Typus – darunter zum Beispiel: Werkzeuge, Waffen, Metallgefäße sowie Scherben von Tongefäßen. Bisher wurden außerdem zwei Boote römischen Ursprungs in serbischen Flüssen gefunden. Eine der größten Militärfestungen an der Donau war Viminacium in der Nähe von Požarevac. Und die größte römische Brücke über die Donau – fast eineinhalb Kilometer lang – wurde in der Schlucht von Đerdap errichtet. In der Nähe von Sremska Mitrovica lag Sirmium, die älteste römische Stadt auf serbischem Boden. Mediana in der Nähe von Niš, Gamzigrad nahe Zaječar, Caričin Grad bei Leskovac und Singidunum – das heutige Belgrad – all dies sind Orte reich an römischen Hinterlassenschaften.

Serbische Kulturstätten befinden sich am Schnittpunkt östlicher und westlicher Kultur, ein Umstand, der das einzigartige Kulturerbe der Region maßgeblich prägt. Besonders zahlreich sind mittelalterliche byzantinische und orthodoxe Denkmälervertreten, darunter vor allem die serbischen Klöster und Kirchen seit dem 12. Jahrhundert sowie die Überreste türkischer und österreichisch-ungarischer Prägung.