Ostserbien

Das Gebiet Ostserbiens war seit jeher mystisch und geheimnisvoll.Das Donauufer im äußersten Osten des Landes wird seit mehr als 9.000 Jahren kontinuierlich von Menschen bevölkert, seit dem Zeitalter der Lepenski Vir-Kultur, die hier einst blühte. Seitdem hat sich zwar viel verändert, aber die Harmonie zwischen der Lebensweise der lokalen Bevölkerung und der Natur ist unberührt geblieben.Die Dorfhaushalte aus diesem Gebiet sind sehr unterschiedlich. Während einige am Donauufer ein Paradies für Angler darstellen, befinden sich andere an den Berghängen und bieten dem Besucher den perfekten Ausgangspunkt zum Wandern, Skifahrern oder Klettern. Weitere Haushalte liegen wiederum in der Nähe von Kurorten und bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten.
Was aber alle gemeinsam haben ist, dass sie dem Besucher einen authentischen Aufenthalt mit vielen Möglichkeiten zur Entspannung bieten können.

Naturgebiete

Im Nordosten von Serbien, wo die Donau am tiefsten ist, befindet sich der Nationalpark Đerdap mit der gigantischen Schlucht „Đerdapska klisura“ (Eisernes Tor), einer der längsten in Europa.Ein Blick von der Donau auf die steilen Klippen der Schlucht ist atemberaubend. Ebenso faszinierend ist die Tatsache, dass in diesem Gebiet mehr als 1.100 Pflanzenarten leben und mehr als 200 Vogelarten, darunter einige seltene wie der Steinadler, der Seeadler, der Schwarzstorch und der Graureiher.
Die beliebtesten Ausflugsorte der Einwohner von Negotin sind in der Nähe der kleinen Wasserfälle zu finden. Ausgehend vom Dorf Mokrinje stoßen Sie auf unberührte Natur und können den Mokranj Felsen (Mokranjske stene) sowie kleine Wasserfälle und malerischen Seen bestaunen.
Aus dem Kalkstein des Gebirges Beljanica entspringen zwei mächtige Quellen in smaragdgrüner Farbe – Mlava und Kupajsko vrelo. Auf dem Berg befindet sich ebenfalls das Naturdenkmal Lisine sowie der kaskadenförmige Wasserfall mit einer Höhe von über 20 Metern.
Aktivurlauber haben zweierlei Möglichkeiten: entspanntes Wandern über schöne Wiesen bis zum Berg Deli Jovan oder Bergsteigen. Die hartnäckigsten Bergsteiger werden mit einem herrlichen Ausblick vom Berggipfel auf die ganze Negotin Region belohnt.
Der Aufenthalt in der Umgebung von Sokobanja ermöglicht einen Abstecher in einen der beliebtesten serbischen Kurorte. Hier gibt es diverse Wellness- und Fitness Programme, die nach individuellen Bedürfnissen gestaltet werden können. Oder Sie entspannen sich im neuesten serbischen Kurort Ždrelo. Im modernen Spa-Center mit Körpermassagen, Saunas und Schwimmbädern befindet sich auch ein Aqua-Park, der besonders die Jüngsten erfreuen wird.
Machen Sie sich mit der reichen Pflanzen- und Tierwelt des Berges Stara planina (der Altberg) bekannt, eines der Zentren der Artenvielfalt Serbiens. Die Erklimmung seines höchsten Gipfels – Midžor – stellt allerdings selbst für erfahrene Bergsteiger eine besondere Herausforderung dar.Der Berg Rtanj mit seiner ungewöhnlichen Kuppenform ist besonders für Heilkräutersammler interessant. Hier wächst nicht nur das  Berg- oder Winter-Bohnenkraut, sondern auch eine endemische Pflanze, aus der man den Rtanj-Tee herstellen kann.

Kulturhistorische Sehenswürdigkeiten

Auf den Berghängen von Stara Planina befindet sich das einzigartige Dorf Gostuša. In Gostuša ist alles aus Stein gemacht (Häuser, Dächer, Mauern etc.), weshalb man ihm auch den Spitznamen „Steindorf“ gab. In den gut erhaltenen Originalhäusern aus dem 19. Jahrhundert wohnen auch noch heute die Bauern, die ihr Leben im Einklang mit der Natur verbringen.
Das Museum Ponišavlja befindet sich in einem wunderschönen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert und ist in einem balkanisch-orientalen Stil eingerichtet. Hier können Sie nicht nur das Pirot-Töpferhandwerk, alte Kleider und Schmuck, sondern auch die für Pirot bekannten handgefertigten Teppiche bewundern.
Die einzigartige Verknüpfung von Volksbauten und antiker Exponate kann man im archäologischen Ethno-Park in Ravna besichtigen. Im Gebäude der ehemaligen Dorfschule werden Gegenstände aus der naheliegenden römischen Fundstätte Timacum Minus aufbewahrt. Hier kann man die im 19. Jahrhundert gebauten Originalhäuser sowie Handwerksstätten und Hilfsobjekte sehen.
Die Negotin-Region ist außerdem reich an Weinkellern, die sogenannten „Pivnice“ die zum Einkehren einladen.  Auf den Hügeln in der Nähe des Dorfes Rajac befindet sich ein kleines Dorf mit über 270 Weinkellern. Diese sind aus Steinen erbaut und  mit bis zu 1 Meter tiefen Kellern versehen, um eine kühle Temperatur für die Lagerung des Weines zu gewährleisten. Die „Rajačke pivnice“ dienen seit Jahrhunderten außerdem zur Aufbewahrung von großen Weinmengen. In der Umgebung vom Dorf Rogljevo gibt es weitere 150 Weinkeller, von denen die meisten im 19. Jahrhundert erbaut wurden. Einige der authentischen Pivnice auf Rajac und Rogljevac sind renoviert und wurden in moderne Gaststätten umgewandelt, um dem Besucher einen unvergesslichen Aufenthalt zu garantieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, um hier die harmonischen Weine zu probieren

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Speisen

In den Dörfern an der Donau werden Sie mit frischem Süßwasserfisch begrüßt, den man auf mehrere Arten zubereiten kann – gekocht, gebraten oder auch paniert. Eine besondere Delikatesse aus diesem Gebiet ist der marinierte Hecht. Die Umgebung der Ortschaft Veliko Gradište ist außerdem für ihre heimischen Bohnensorte Gradištanac bekannt.Eines der letzten Hauptweinanbaugebiete Serbiens befindet sich in der Nähe von Negotin. In den Weinkellern der Dorfhaushalte werden Weinsorten, wie z. B. Prokupac, Smederevka und Game aufbewahrt. Nur hier finden Sie noch die schwarze Weintraubensorte Tamjanika, die dem Wein einen mystischen Geruch sowie ein einzigartiges Aroma verleihen.
Im Homolje-Gebirge wird Honig mit geschützter geografischer Herkunft hergestellt – der Honig verdankt seinen einzigartigen Geschmack den autochthonen Pflanzenarten, die ausschließlich hier in dem Gebirge wachsen.
In dem Homolje Gebiet leben die Angehörigen der Vlasi-Minderheit, die auch bis heute die traditionellen Gerichte ihrer Nationalküche pflegen. Hier kann man diverse authentische Vlaška Spezialitäten kosten: Sauersuppe oder Proja (Maisbrot) mit Brennnessel oder Mamaljiga Kačamak (Brei aus Mais), den man zu Fleisch, Käse oder Eiern serviert.
Verlassen Sie die Region Pirot nicht, bevor Sie den Pirot Caciocavallo-Käse probiert haben, der einfach im Mund schmilzt. Verpassen Sie auch nicht die berühmte Flachwurst von Pirot, die sogenannte gebügelte Wust (Peglana kobasica). Käseliebhaber können ihren Gaumen auch mit dem Stara planina caciocavallo Käse verwöhnen, der aus der Milch von Kühen und Schafen hergestellt wird, die auf dem Stara planina Berg gezüchtet werden.

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